DSLG-Gesundheitstipp
- Zielgruppe: Erwachsene, Jugendliche, Multiplikator:innen, Seniorinnen und Senioren
Beschreibung
Jede zweite Woche erscheinen neue Tipps zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Diese reichen von Ernährung, Bewegung und mentaler Gesundheit bis hin zu zwischenmenschlichen Themen wie beispielsweise Freundschaft. Unser Ziel ist es, durch einfache aber wirkungsvolle Alltagstipps Menschen zu motivieren, kleine Veränderungen vorzunehmen, die zu einem gesünderen und erfüllteren Leben führen.
Den aktuellen Gesundheitstipp finden Sie hier auf der Seite.
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Was wir wegwerfen, holt uns wieder ein
Der Wald erfüllt für den Menschen zahlreiche wichtige Funktionen. Er dient als Erholungsraum, trägt zum Klimaschutz bei, speichert Wasser und bietet vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Dennoch wird der Wald häufig durch achtlos weggeworfenen Müll belastet. Verpackungen, Taschentücher oder andere Abfälle werden oft in der Natur zurückgelassen. Auch kleine Abfälle wie Zigarettenkippen oder Kaugummi stellen ein Problem dar. Obwohl sie harmlos erscheinen, können sie erhebliche Schäden für die Umwelt verursachen.
Besonders problematisch ist Plastikmüll. Durch Wind, Regen, Frost und Sonneneinstrahlung wird Plastik über viele Jahre hinweg in immer kleinere Teilchen zersetzt. Diese winzigen Kunststoffteilchen werden als Mikroplastik bezeichnet. Sie gelangen in den Waldboden und verbleiben dort über einen langen Zeitraum. Kleine Bodentiere nehmen das Mikroplastik auf, wodurch es in die Nahrungskette gelangt. Dies kann die Gesundheit von Tieren beeinträchtigen und das natürliche Gleichgewicht im Boden stören. Da Wälder außerdem eine wichtige Funktion für die Speicherung und Filterung von Trinkwasser erfüllen, kann Mikroplastik langfristig auch die Qualität des Grundwassers beeinträchtigen.
Auch Gartenabfälle sollten nicht im Wald entsorgt werden. Zwar bestehen sie größtenteils aus Pflanzenresten, häufig enthalten sie jedoch auch Draht, Schnüre oder Plastiktöpfe. Diese können für Wildtiere eine Gefahr darstellen, da sie sich darin verfangen oder verletzen können. Darüber hinaus können mit Gartenabfällen Pflanzenarten in den Wald gelangen, die dort ursprünglich nicht vorkommen. Solche Arten können sich stark ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen.
Müll im Wald gefährdet Tiere auch direkt. Wildtiere können sich in Folien oder Schnüren verfangen und dadurch schwere Verletzungen erleiden. Manche Tiere verwechseln Kunststoff mit Nahrung und nehmen ihn auf. Dies kann zu Verdauungsproblemen führen und sogar tödlich enden. Auch Zigarettenkippen stellen eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. Sie enthalten giftige Stoffe wie Blei, Arsen und Nikotin. Durch Regen werden diese Stoffe ausgewaschen und gelangen in den Waldboden sowie ins Grundwasser.
Selbst biologisch abbaubare Abfälle benötigen oft lange, bis sie vollständig zersetzt sind. Eine Bananenschale braucht unter natürlichen Bedingungen etwa drei Jahre, ein Taschentuch bis zu fünf Jahre. Kaugummi bleibt ebenfalls ungefähr fünf Jahre in der Umwelt. Getränkedosen benötigen sogar rund 500 Jahre, bis sie vollständig zerfallen sind. Während dieser Zeit verschmutzen die Abfälle den Wald.
Die Verschmutzung des Waldes betrifft jedoch nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch uns Menschen. Viele der Folgen der Umweltverschmutzung können letztendlich unsere Gesundheit beinträchtigen. Der Wald ist für viele Menschen ein wichtiger Ort zur Erholung, Bewegung und Entspannung. Außerdem können Schadstoffe und Mikroplastik über den Boden und das Grundwasser langfristig auch in unsere Nahrungskette gelangen und unsere Gesundheit gefährden. Ein sauberer und gesunder Wald ist daher auch für unsere Lebensqualität und unser Wohlbefinden von großer Bedeutung.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Abfällen ist daher ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Waldes. Wer seinen Müll wieder mitnimmt und ordnungsgemäß entsorgt, trägt dazu bei, Lebensräume zu erhalten, Tiere und Pflanzen zu schützen sowie die Qualität unseres Trinkwassers zu sichern. Was wir in der Natur wegwerfen, verschwindet also nicht einfach – die Folgen können letztendlich auch uns Menschen betreffen.
Weiterführende Literatur
Bär, P. (2025, 26. September). Plastikmüll im Wald (und was du dagegen unternehmen kannst). WWF Jugend. https://wwf-jugend.de/plastikmuell-im-wald-und-was-du-dagegen-unternehmen-kannst/
Forst, L. &. (2024, 24. September). Immer mehr Müll in Wäldern: Appell für einen müllfreien Wald | landundforst.de. LAND & FORST. https://www.landundforst.de/forst/forstbetrieb/immer-mehr-muell-waeldern-appell-fuer-muellfreien-wald-572116
Müll im Wald. (o. D.). Wald und Forstwirtschaft. https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/waldundforstwirtschaft/informationen/gefahrenfuerdenwald/muellimwald
Umweltbundesamt. (2026, 17. April). Schadstoffe in Böden. https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden flaeche/bodenbelastungen/schadstoffe-in-boeden